IF4.0: Industry Business Network 4.0 präsentiert neuen Industriestandard

IF4.0 soll der neue Industriestandard zum herstellerübergreifenden Informationsaustausch in einer Smart Factory werden. Der Standard wurde vom Industry Business Network 4.0 e.V. konzipiert und wird von den Verbandsmitgliedern künftig kontinuierlich weiterentwickelt. Im IF4.0-Standard werden für einzelne Kategorien von Anlagen, Vorrichtungen und Komponenten relevante Daten und Methoden definiert, aus denen die notwendigen Informationen für die Smart Factory generiert werden.

„Die Umsetzung einer Smart Factory wird durch den standardisierten Informationsaustausch unterschiedlicher Maschinen und Anlagen mit IF4.0 endlich auch für kleine und mittlere Unternehmen attraktiv und bietet direkten Mehrwert“, beschreibt Igor Mikulina, Vorstandsvorsitzender des Industry Business Network 4.0 e.V., die Vorteile.

Im Vergleich zu vielen bestehenden Lösungen, die darauf fokussieren alle verfügbaren Daten z.B. in der Cloud zu nutzen, ist der Kerngedanke des herstellerübergreifenden IF4.0-Standards, die Maschinendaten mittels geeigneter Methoden direkt zu relevanten Informationen zu verarbeiten und diese für eine Smart Factory in standardisierter Form zur Verfügung zu stellen. „Unser Vorgehen bei der Entwicklung der Lösung orientiert sich stets am Kundennutzen“ erläutert Konstantin Kernschmidt, Projektmanager Industrie 4.0 im Verband. „Für den Betreiber einer mittelständischen Fertigung muss eine Vernetzung greifbare Mehrwerte bringen. Ihn interessiert beispielsweise die grundlegende Frage: Geht es meiner Maschine gut? Je nach Maschinen-/Anlagentyp lässt sich diese Information aus unterschiedlichen Daten generieren.“

Wichtige Grundlage für die Themen Safety und Security

Im IF4.0-Standard werden daher für einzelne Kategorien von Anlagen, Vorrichtungen und Komponenten die Daten und Methoden definiert, aus denen die relevanten Informationen generiert werden können. Dies hat zudem für die Hersteller den erheblichen Vorteil, nicht alle Daten ihrer Systeme, die häufig das technologische Know-how beinhalten, preisgeben zu müssen. Auch im Hinblick auf eine Prüfbarkeit der Vernetzung und des Informationsaustausches stellt der IF4.0-Standard im Vergleich zum unkontrollierten Datenaustausch eine deutliche Erleichterung dar und bildet damit eine wichtige Grundlage für die Themen Safety und Security.

Implementierung des IF4.0-Standards in Referenzanlagen

Im nächsten Schritt erfolgt eine Implementierung des IF4.0-Standards in Referenzanlagen des Verbands sowie in erste Produkte. „Bei der Umsetzung der Technologie bauen wir soweit möglich auf bestehende Standards – wie z.B. OPC UA – auf, behalten dabei aber stets den Nutzen für den Mittelstand im Auge. Durch die Umsetzung werden wir den IF4.0-Standard kontinuierlich weiterentwickeln und um weitere Kategorien ergänzen“, erklärt Kernschmidt. Neben Maschinen und Anlagen können beispielsweise auch die Gas-, Druckluft-, oder Energieversorgung wichtige Informationen für den Betrieb liefern.

„Beim Kauf von Anlagen, Vorrichtungen und Komponenten werden Kunden künftig darauf achten, ob die Produkte ihre Informationen auf Basis des IF4.0-Standards verfügbar machen“, so Mikulina.

Die Kompatibilität zum IF4.0-Standard wird daher vom Verband mit einem entsprechenden Zertifikat am Produkt bestätigt.

Aus: Pressemitteilung Verband Industry Business Network 4.0 e.V | Publiziert 23.11.2017

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